Wie man heute als halbwegs interessierter KDE-Benutzer nicht überlesen konnte, wurde KDE 4.2.0 veröffenlicht (btw. schön, dass es die Ankündigungen jetzt auch offiziell auf deutsch gibt, dann brauche ich hier nicht mehr zu übersetzen).
DeltaLima wartet nun, wie sicher viele andere auch, auf Backports für Lenny. Ja, auch ich habe bis vor kurzem zu den Wartenden gezählt. Aber ein Beitrag von Ana brachte Ernüchterung:
Mit dem letzten Update auf KDE 4.1.4 werden die KDE 4 Backports nun eingestellt.
Wie geht es weiter?
Die Paketquelle bleibt weiterhin bestehen, so dass man als Benutzer von Lenny nach wie vor zwischen KDE 3.5.9+ und KDE 4.1.4 wählen kann. KDE 3.5.9+ deshalb, weil in Lenny offiziell eine Mischung aus 3.5.9 und 3.5.10 sein wird, da 3.5.10 erst während dem Freeze veröffentlicht wurde. Die Pakete wurden aber zum größten Teil auf den Stand von 3.5.10 angeglichen, nur die Versionsnummer selbst wurde nicht mehr geändert. Die einzigen “großen” Änderungen die fehlen, sind Verbesserungen an Kicker, welche mit kdebase kommen, und einige Fehlerbereinigungen in kdepim. Aber zusammengefasst ist KDE näher an 3.5.10 als an 3.5.9.
Wir Benutzer des Testing-Zweigs (also “demnächst” Squeeze) werden KDE 4.2 nutzen können, wenn es regulär in Testing erscheint. Dafür bekommen wir ein sauberes Upgrade auf die aktuelle Version.
Auch Benutzer von Unstable dürfen sich bis zum offiziellen Einzug gedulden. Alternativ besteht natürlich auch die Möglichkeit auf Experimental zu wechseln, wo KDE 4.2 laut Paketübersicht bereits eingetroffen ist.
LiveCDs mit KDE 4.2 sind z.b. als Debian-LiveCD und openSUSE-LiveCD verfügbar.
Nachtrag:
Bei Golem gibt es auch ein kleines Video.






28. Januar 2009 um 01:18
Hi,
da ich letztlich mal dem Desktoprechner meiner Freundin das Upgrade auf Lenny spendiert hatte, kam mir der Gedanke, dass so ein bischen eye candy und neumodischer Schnick-Schnack ebenfalls zu Pass käme.
Auf deutsch: Der Upgradefinger hat gejuckt und mir sind die Featureritisgäule durchgegangen (Naja, deutsch?).
Um es kurz zu machen: Einbinden der Experimental und Unstable Sourcen, um ein paar Abhängigkeiten zu kompilieren, und die Binärpakete von kde42.debian.net flogen fluffig auf die Platte.
OK, etwas Zeit und Verständnis sollte man mitbringen. Aber ich konnte nicht sehen, wo die Toolchain von Lenny ins schwitzen gekommen wäre.
Keine Ahnung, warum Backports für KDE 4.2 für die Maintainer so ein Problem zu seien scheinen.
Groetjes, niels
28. Januar 2009 um 09:21
Hallo novalix,
hättest du nicht eventuell Lust, so eine Art kleines HOWTO dafür zu schreiben?! Ich habe leider den “Fehler” gemacht, auf meinem Arbeitsrechner 4.1 auf Lenny zu installeiren, aber fehlende Systemeinstellungen wie z.B. für kdm sind nervende Kleinigkeiten. Da ich jedoch lieber vorwärts blicke, möchte ich lieber KDE 4.2 als 3.5-9+ haben.
Und wenn du schon positive Erfahrungen gemacht hast, wäre es nett, wenn du sie mit uns teilst.
Danke!
Ano
31. Januar 2009 um 19:57
Der Schritt von 4.1 zu 4.2 ist schon enorm, um so trauriger ist es, dass man mit Lenny/Testing warten muss.
Ich erstell mir deshalb gerade eine Partition auf der ich Sid installiere, um das neue KDE ausgiebig zu testen.
Danke für den Blog-Eintrag.
12. Februar 2009 um 10:10
4.2 ist schon genial. auch auf lenny:
http://www.ppcnux.de/?q=kde42-und-debian-lenny
Definitv ein gewaltiger Unterschied im Vergleich zu 4.1